Plusnet Partnerkonferenz „Route 26“: Neue Reichweite und Vermarktungs-Chancen

Max Kammerloher

Von Max Kammerloher

Veröffentlicht am 12.02.2026
Foto der Plusnet Partnerkonferenz

Im Butzweilerhof in Köln informierten wir unsere Vermarktungspartner darüber, wie die strategische Ausrichtung und die Pläne unseres Unternehmens aussehen, welche Rolle der Glasfaserausbau dabei spielt – und wie sie in diesem Jahr von der Kooperation mit Plusnet profitieren können.

Am Butzweilerhof dreht sich schon lange alles um Technik und Geschwindigkeit. Heute bietet sich hier die bekannte Event-Location „Motorworld“ als Treffpunkt für Automobilliebhaber an. Ursprünglich gehörten die historischen Hallen zum ersten Kölner Flughafen, der 1911 in Betrieb gegangen war. In diese traditionsreiche Location hatte Plusnet am 4. Februar zur alljährlichen Partnerkonferenz eingeladen. Das Ambiente von „Driver Hall“, „Motorgarage“ und historischer Abflughalle passte perfekt zu den Themen der Konferenz: Ging es doch vor allem um die strategische Vertriebs- Roadmap und um Chancen durch die Glasfaser-Technologie. Aber vor allem ging es darum, wie wir zusammen ins Ziel kommen und geschäftliche Erfolge im Festnetz-TK-Markt einfahren.

Rund 70 Mitarbeitende der Plusnet Vertriebspartner nutzen die Möglichkeiten zum Netzwerken und ließen sich individuell beraten sowie durch unsere Vorträge umfassend informieren.

Plusnet: mehr Vermarktungsreichweite im zersplitterten Glasfasermarkt

Plusnet CEO Ulrich Hoffmann warf zunächst einen Blick auf das Big Picture: Er beschrieb den Festnetzmarkt als herausfordernd, auch aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage. Es seien aber auch regulatorische Entscheidungen – zum Beispiel, wann die Kupfernetze abgeschaltet werden – die den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur hemmten. Aktuell würden nur 30 bis 40 Prozent der vorhandenen Glasfaseranschlüsse tatsächlich genutzt. Nötig sei ein viel höherer Anteil von „Homes Activated“, um gute Geschäfte machen zu können.

Plusnet leiste einen wesentlichen Beitrag für die Weiterentwicklung des Telekommunikationsmarkts, so Ulrich Hoffmann: als digitaler Service Provider, der einerseits mit Netbridge eine Connectivity-Plattform anbietet, die Glasfasernetze aggregiert und für Vermarkter zugänglich macht. Andererseits arbeiten wir daran, den Kunden im Retail-Bereich flexibel konfigurierbare Lösungen zur Verfügung zu stellen: „Mit unserem Service-Provider-Ansatz sind wir in der Lage, ein breites Portfolio an TK-Produkten und -Services anzubieten, zugeschnitten auf die Bedürfnisse unserer Partner und Kunden.“

Plusnet CEO Ulrich Hoffmann. Bild: © Plusnet / Die Profifotografen

Plusnet CEO Ulrich Hoffmann. Bild: © Plusnet / Die Profifotografen

Ebenfalls auf der Plusnet Roadmap: Datenbasierte Vermarktung und weitere Service-Verbesserung

Der CEO wies auch auf den Fortschritt bei der Kupfer-Glasfaser-Migration hin, die das Unternehmen planmäßig 2026 abschließen werde – deutlich schneller als viele andere Marktteilnehmer. Jetzt können wir uns darauf konzentrieren, die Glasfaser-Reichweite über unsere Open-Access Plattform Netbridge zu erhöhen. Hier hat Plusnet Partnerschaften mit allen relevanten Infrastrukturanbietern, um eine bundesweite Abdeckung zur Vermarktung an B2B- oder B2C-Kunden sicherzustellen.

Ein weiterer Punkt: Wie können wir Kundengruppen gezielter ansprechen? Dafür hat Plusnet ein Datenmodell entwickelt, von dem auch unsere Vermarktungspartner deutlich profitieren sollen. Wie dieses Commercial-Intelligence-Modell und das entsprechende Kampagnendesign entwickelt wurden, erfuhren die Vermarktungspartner im Detail.

Das vierte große Thema auf der Roadmap: Schon immer war guter Service ein Aushängeschild unseres Unternehmens und stellt daher einen wesentlichen Wachstumsfaktor für uns und unsere Vermarktungspartner dar. Umso wichtiger ist es, ihn stets weiter zu verbessern. Die geplanten neuen Methoden u.a. aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz waren ebenfalls Thema auf der Konferenz.

Mit Netbridge in die Pole Position bei der Glasfaserversorgung

Eines unserer Top-Themen auf der Partnerkonferenz war ohne Zweifel unsere Open-Access-Plattform Netbridge. Sie fungiert als zentrale Connectivity-Handelsplattform, die den gesamten Glasfaser- und Breitbandvertrieb über verschiedene Netzbetreiber hinweg vereinheitlicht, automatisiert und skalierbar macht. Bernd Knisch, Head of Marketing, betonte die Vorteile von Plusnet als Betreiber: u.a. unsere jahrzehntelange Netzkompetenz und das eigene Backbone-Netz. Profitieren würden davon alle Vermarktungspartner von Plusnet: Reseller oder Vermittlungspartner ebenso wie Internet Service Provider (ISP): „Mit Netbridge bringen wir unsere Partner in die Pole Position.“

Den aktuellen Stand beschrieb Marc Wötzold, Leiter Resale in unserem Partnervertrieb. Am Beispiel eines Internet-Service-Providers (ISP) skizzierte er die Funktionsweise: Die Plattform biete automatisierte Prozesse, zentrale Entstörung und einheitliche Qualitätsstandards. „FTTH wird dadurch wirtschaftlich attraktiv und einfacher zu vermarkten. Netbridge ist der strategische Schlüssel, um die Wettbewerbsposition zu stärken, Umsatz nachhaltig zu steigern und ohne zusätzlichen operativen Aufwand zu wachsen.“

Rüttelpiste Glasfaser? Marktchancen, Herausforderungen, Perspektiven durch Open Access

Wieso ist Open Access so wichtig? Diese Frage beantwortete Professor Dr. Jens Böcker. Er gilt als einer der führenden Köpfe für Glasfaserstrategien, Wettbewerbsmodelle und Open-Access-Ökosysteme in Deutschland. Und er ist Autor der Open-Access-Studie 2025, einer unter Experten vielbeachtete Marktanalyse, die er in seiner Keynote vorstellte.

Sicher sei, so Böcker, dass Open Access in Zukunft eine wichtige Rolle spielen muss, um den Glasfaserausbau in Deutschland schnell und effizient voranzubringen. Es könnte auch ein wesentlicher Wachstumstreiber der hiesigen Telekommunikation werden, wo die Umsätze – anders als in der IT – seit Jahren stagnierten. Die Vorteile für die Marktteilnehmer lägen auf der Hand: Mit Open Access profitierten Anbieter durch eine höhere Auslastung ihrer Glasfasernetze und minimierten ihre Investitionsrisiken. Nachfrager könnten damit ihr Vertriebsgebiet erweitern, Kosten sparen und ihre Wettbewerbssituation verbessern.

Prof. Dr. Jens Böcker referierte zum Thema Open Access in Deutschland. Bild: Plusnet / Die Profifotografen

Prof. Dr. Jens Böcker referierte zum Thema Open Access in Deutschland. Bild: Plusnet / Die Profifotografen

Noch stocke die Umsetzung in Deutschland. In anderen Ländern – zum Beispiel Österreich oder in Skandinavien – sei Open Access schon heute Standard. Nehme das Open-Access-Geschäft auch hierzulande an Fahrt auf, könnte zum Jahr 2030 jeder vierte Glasfaseranschluss über eine Open-Access-Kooperation bedient werden, aktuell seien es nur 17 Prozent. Ein wichtiger Schlüssel für mehr Wettbewerb und damit mehr Angebot für B2B- und B2C-Kunden in Deutschland.

Die lebhafte Diskussion nach der Keynote zeigte das große Interesse der Partnerkonferenz-Gäste.

Neue Produkte und Services für moderne Business-Kollaboration

Weitere Berichte gab es aus dem Plusnet-Produktmaschinenraum:

 

  • Premium-Beratung für Microsoft-Teams-Telefonie: Ein neues Angebot, mit dem die Partner im Angebotsprozess unterstützt werden (siehe dafür unseren Blog-Beitrag).
  • Go Integrator Cara: Dieses Add-on erweitert die Möglichkeiten unserer cloudbasierten TK-Anlage Tengo Centraflex (siehe auf der Website Cloud-Telefonanlage)
  • Neue Cloud-PBX: Mit einer neuen, whitelabel-fähigen TK-Anlage, deren Launch für diesen Sommer geplant ist, adressieren wir – neben der ausgezeichneten Plusnet Centraflex Telefonanlage – kleinere Geschäftskunden.
Finale mit Motorsport-Vibes

Bei der Zieleinfahrt der Partnerkonferenz durfte ich schließlich lauter gute Nachrichten bekanntgeben: den Start einer attraktiven Push-Aktion für unsere Vermittlungspartner, ISP und Reseller und das Ergebnis unserer Verlosungen. So konnten sich zum Beispiel drei Teilnehmende der Konferenz über ein Rennstrecken-Training mit einem Porsche 911 GT3 freuen.

Max Kammerloher

Autor des Beitrags

Max Kammerloher (Jg. 1963) ist bei der Plusnet GmbH als Director Indirect Sales tätig. Der gelernte Kaufmann im Groß- und Außenhandel startete seine Karriere als Filialleiter bei Reifen Wagner in München. Nach einer Station als Car-Audio-Spezialist bei Grundig wechselte er zum Mobilfunkanbieter Talkline. 1999 ging der Vertriebsprofi zu Esprit Telecom und kam dann über GTS und Ventelo zur QSC AG, aus der 2018 die Plusnet GmbH hervorging. Kammerloher lebt bei Neumarkt in der Oberpfalz.