Was ist die Inhaus-Verkabelung?

IHV (Inhaus-Verkabelung)
Die Inhaus-Verkabelung (IHV) bezeichnet die physische Verlegung der Glasfaserleitungen innerhalb des Gebäudes. Sie umfasst die Strecke vom zentralen Abschlusspunkt (GF-AP) im Keller bis zur Anschlussdose (GF-TA) in der Wohneinheit. Diese Strecke wird fachlich oft als Netzebene 4 (NE4) bezeichnet.
GF-AP (Glasfaser-Abschlusspunkt)
Der Glasfaser-Abschlusspunkt (GF-AP) bildet den physischen Eintrittspunkt des Glasfasernetzes in das Gebäude. Er stellt den Übergang vom externen Hausanschluss (Netzebene 3) zur inneren Gebäudeverkabelung dar. Meist wird diese Box im Keller oder im Hausanschlussraum an der Wand montiert. Von hier aus werden die Signale weiter in das Gebäude verteilt.
GF-GV (Glasfaser-Gebäudeverteiler)
In Mehrfamilienhäusern (MFH) ist oft ein Zwischenschritt notwendig, um das Signal vom Keller in die verschiedenen Etagen zu bringen. Der Glasfaser-Gebäudeverteiler (GF-GV) bündelt die einzelnen Glasfaserleitungen innerhalb des Gebäudes. Er dient als Rangierpunkt, an dem die vom GF-AP kommenden Fasern auf die individuellen Leitungen zu den einzelnen Wohnungen aufgeteilt werden.
Onebox
Um Platz zu sparen und die Installation zu vereinfachen, kommen moderne Kombi-Gehäuse zum Einsatz. Die Onebox kombiniert die Funktionen von GF-AP (Abschlusspunkt) und GF-GV (Gebäudeverteiler) in einem einzigen Gerät. Diese Lösung wird häufig in Einfamilienhäusern oder kleineren Gebäuden verwendet, wo keine komplexe interne Verteilung über separate Kästen notwendig ist.
GF-TA (Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose)
Die Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose (GF-TA) ist der passive Endpunkt der Glasfaserleitung in der Wohnung des Nutzers. Sie fungiert als Übergabepunkt vom Netz des Leitungsnetzbetreibers (LNB) zur kundeneigenen Verkabelung. An diese Dose wird das Glasfasermodem (ONT) oder der Glasfaser-Router angeschlossen. Als Standard-Schnittstelle kommt hierbei meist der Stecker-Typ LC/APC zum Einsatz.
Home-ID
FTTC wird langfristig als Übergangslösung betrachtet. Die physikalischen Grenzen der Kupferleitung (Dämpfung und Übersprechen) sind weitgehend ausgereizt.
- Ausbau zu FTTH: In Zukunft werden Netzbetreiber die Glasfaser vom Verteilerkasten (Curb) schrittweise weiter bis in die Gebäude verlängern, um aus FTTC-Netzen echte FTTH-Netze zu machen.
- Relevanz: Bis zum vollständigen Glasfaserausbau bleibt FTTC jedoch der Standard für die Versorgung der breiten Masse, da es eine akzeptable Balance zwischen Kosten und Bandbreite bietet.