Netzüberwachung: Next Generation Monitoring bringt Komfort

Übersichtlich, umfassend und vereinheitlicht: Das Anfang 2019 bei Plusnet gestartete Monitoring-Tool hat sich in der Praxis bewährt. Es sorgt für hohe Servicequalität und die effektive Kontrolle der von Plusnet gemanagten Netze. Über ein Kundenportal können die Nutzer auf Wunsch selbst ihren Datenverkehr und ihre Router und Server im Blick behalten.

Monitoring spielt im Network Operations Center eine große Rolle. Bild: © Erik Isakson / Getty Images
Monitoring spielt im Network Operations Center eine große Rolle. Bild: © Erik Isakson / Getty Images

Für die Plusnet GmbH war das Netzwerk-Monitoring schon immer ein wichtiges Thema, schließlich managen wir die Netze von mehr als 400 Kunden. Darin gibt es rund 20.000 unterschiedliche Netzwerk-Devices, viele davon Router und Server. Doch die Technik hat sich weiterentwickelt – und so wollten wir für mehr Komfort sorgen.

Anfang 2019 gingen wir mit einigen ausgewählten Kunden in die Beta-Phase des neuen Monitoring-Systems MON-NG (Abkürzung für Monitoring Next Generation) und prüften die neue Software auf Herz und Nieren. Im Juli des Jahres konnten wir alle Tests erfolgreich abschließen. Dann ging auch unser neues Monitoring-Kundenportal in die Vermarktung.

Was man zum Thema Monitoring wissen sollte: Für die Überwachung sämtlicher Netzfunktionen wird eine Monitoring-Software eingesetzt, die beispielsweise ermittelt, ob alle Server ordnungsgemäß funktionieren.

Eine große Herausforderung ist die unterschiedlich starke Auslastung der Netze über den Tag hinweg. Umso besser, wenn man durch das Monitoring rechtzeitig gewarnt wird, sobald es dabei ans Limit geht. Dann kann man proaktiv arbeiten, um Ausfälle zu verhindern. Kommt es doch zu Störungen, werden sie durch eine effektive Netzüberwachung frühzeitig erkannt und schnell behoben – bestenfalls, noch bevor die Kunden darauf aufmerksam werden.


Das Monitoring-Kundenportal bietet Transparenz

Mit der Migration auf ein neues System der Netzüberwachung installierten wir auch das neue Monitoring-Kundenportal: Alle, die MPLS-VPN von Plusnet für ihre Standortvernetzung einsetzen, können das Kundenportal zusätzlich buchen. Damit können sie selbst den Überblick über den Status ihres Netzwerks behalten:

  • Da es als HTML5-Anwendung läuft, kann das Kundenportal über jeden gängigen Browser und auch mit Mobilgeräten aufgerufen werden.
  • Es bietet über ein Dashboard grafisch aufbereitete Daten, wahlweise stundengenau, als Tagesübersicht oder Wochenreport. So kann man Performance und Auslastung der Netze fortlaufend überwachen.
  • Zusammen mit dem Online Ticketportal können Plusnet-Kunden damit auch die Support-Tickets managen.
Funktionsübersicht des Monitoring-Kundenportals. Bild: © Plusnet GmbH
Funktionsübersicht des Monitoring-Kundenportals. Bild: © Plusnet GmbH
Performance-Ansicht auf dem Dashboard. Screenshot: © Plusnet GmbH
Performance-Ansicht auf dem Dashboard. Screenshot: © Plusnet GmbH

Somit sorgt das Plusnet-Netz-Monitoring jetzt für Transparenz und maximalen Komfort. Das Kundenportal kann über alle Plusnet-Vertriebskanäle geordert werden.


Die Ausfallzeiten haben sich deutlich reduziert

Selbstverständlich gab es Monitoring-Systeme im Netzwerk von Plusnet schon immer. Doch mit dem Software-Wechsel in diesem Jahr nutzten wir die Chance, unser bisher mit verschiedenen Tools betriebenes Monitoring zu vereinheitlichen.

Inzwischen arbeiten wir mit nur noch einem System: MON-NG stammt vom süddeutschen Software-Hersteller Pocabar. Dabei ist die aktuelle Programmversion in Zusammenarbeit mit den Plusnet-Entwicklern entstanden. Als erfahrener Netzbetreiber konnten wir wichtige Anregungen für die Funktionalität beisteuern.

Eingesetzt wird das Monitoring-System sowohl im Network Operation Center von Plusnet für die interne Steuerung als auch für die Überwachung des Datenverkehrs in allen von uns gemanagten Kundennetzen. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass wir damit auch die Backup-Leitungen der Kunden viel besser im Blick haben.

Damit funktioniert unsere Netzüberwachung jetzt effizient und effektiv. Wir erhalten wesentlich mehr Informationen als aus den bisher eingesetzten Tools. Die moderne Benutzeroberfläche nach HTML5-Standard hilft den Admins dabei, den Überblick zu bewahren. Dadurch haben wir heute geringere Reaktionszeiten bei Störungen und die Ausfallzeiten haben sich deutlich reduziert.


Autor des Beitrags: Klaus Bicker

Klaus Bicker. Bild: © Privat.
Klaus Bicker. Bild: © Privat.

Klaus Bicker (Jg. 1976) arbeitet im Service Support Projektmanagement der Plusnet GmbH am Standort Bremen. In dieser Funktion war er verantwortlich für die Migration des Monitoring-Tools.

Seine berufliche Laufbahn begann Bicker, der im Bremer Umland aufgewachsen war, nach dem Realschulabschluss mit einer Ausbildung zum Kommunikationselektroniker bei der Siemens AG. Danach bildete er sich weiter und studierte schließlich an der Fachhochschule Bremen Technische Informatik.

Schon während des Studiums jobbte er bei der QSC AG. Als frischgebackener Diplom-Ingenieur stieg er 2004 bei QSC als Kundennetzmanager ein. 2006 wurde er Teamleiter im Kundenmanagement, zwischen 2010 und 2018 leitete er verschiedene Teams im Bereich „Carrier, ISP und VPN“ und wechselte danach ins Projektmanagement.

Klaus Bicker lebt in Stuhr bei Bremen. Seine Freizeit verbringt er gerne auf dem Motorrad oder beim Kochen.