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Was ist eigentlich
SIP-Trunk?

Wer sich mit Voice-over-IP und Telefonanlagen beschäftigt, der stößt früher oder später auch auf den Begriff SIP-Trunk. Dabei handelt es sich nicht um das neueste In-Getränk der Informatikerszene, sondern um eine Technik, mit der IP-basierte Telefonanlagen mit nur einem einzigen Zugangsaccount viele Rufnummern verwalten können. Beim herkömmlichem SIP-Verfahren benötigt jedes einzelne Endgerät für eine Rufnummer einen eigenen Account mit Benutzername und Passwort. SIP-Trunking hingegen ermöglicht aber mit nur einem Account die direkte Durchwahl (Direct Dial In) auf viele Endgeräte mit jeweils eigenen Durchwahlnummern: So genanntes „SIP-DDI“ – und das macht vieles einfacher.

Verehrte Leserinnen und Leser: Seit dieser vielbeachtete Artikel erschienen ist, hat sich beim Thema SIP-Trunking viel getan. Wir bieten Ihnen daher einen neuen Text dazu an: SIP-Trunks heute: IP-Telefonie nach internationalen Standards. (Ihre Plusnet-Redaktion – vormals QSC, September 2013)

Am Anfang betrieben viele Unternehmen IP-basierte Sprachtelefonie nur netzintern im Unternehmen. Die Telefonanlage selbst war – wie früher üblich – über einen klassischen S2M-Anlagenanschluss mit dem Carrier verbunden. Als dann die ersten echten Lösungen angeboten wurden, mit denen die Sprache auch beim Carrier über IP transportiert wurde, konnte man die IP-Anlagen der ersten Generation mit einem so genannten „Integrated Access Device“ (IAD) fit für die IP-Kommunikation nach außen machen.

IP-Telefonanlagen im Einsatz: Zunächst fand IP-Telefonie nur im lokalen Netzwerk statt, darauf folgte die Migrationslösung mit IAD als „Übersetzer“ und schließlich heute der vollwertige Ersatz dank SIP-Trunking und moderner SIP-DDI-Telefonanlage. In dem hier gezeigten Beispiel wird ein Anrufer im klassischen Telefonnetz (PSTN) kontaktiert. Das hier gezeigte Mediagateway ist ein Bestandteil des NGN von Plusnet und „übersetzt“ die Sprachdaten von IP in das PSTN. Grafik: dk/Plusnet

Erst mit der Einführung vollwertiger IP-Telefonanlagen wurde diese Zwischenlösung überflüssig. Nun stand man jedoch vor einem neuen Problem: Das SIP-Protokoll war so gestrickt, dass man sich pro Rufnummer mit einem eigenen Account am SIP-Server des Carriers anmelden musste. Das hat die Verwaltung der einzelnen Endgeräte je nach Menge relativ mühsam gemacht.

Natürlich lassen sich auch SIP-Einzel-Accounts mit einer IP-Telefonanlage verwenden. Die eigenständige Erstellung von Rufnummernplänen und Zuweisung von Durchwahlrufnummern unterschiedlicher Länge aber, beispielsweise eine Ziffer „0“ für die Zentrale und drei Ziffern für die Einzelanschlüsse, sind mit herkömmlichen SIP-Accounts nicht zu machen.

SIP-DDI macht IP-Telefonanlagen durchwahlfähig

Plusnet hat sich daher bereits vor Jahren mit Herstellern von IP-basierten Telefonanlagen zusammen getan und das SIP-Protokoll auf einer offenen Basis und in strenger Anlehnung an die ITU-Normen weiterentwickelt. Herausgekommen ist das SIP-DDI-Protokoll, das Plusnet heute mit seinem Produkt IPfonie extended, dem Anlagenanschluss für IP-basierte Telefonanlagen, anbieten kann. Viele Namhafte Hersteller wie Aastra, Auerswald, Avaya oder Swyx haben viele ihrer Anlagen bereits für das SIP-DDI-Protokoll zertifiziert.

Mit SIP-DDI wird die Verwaltung der Nebenstellenanschlüsse – sprich der Durchwahlrufnummern – ganz der IP-Telefonanlage übergeben. Diese registriert sich bei der Anmeldung für eine Rumpf-Rufnummer und einen Durchwahlrufnummernblock beim Carrier. Dank SIP-DDI muss heute deutlich weniger konfiguriert werden. Eine Vor-Ort-Installation eines IAD entfällt sowieso.

Auch die bisherige Stufung herkömmlicher S2M-Anschlüsse in 30er-Schritten bei der Anzahl der Sprachkanäle entfällt: Da es sich bei SIP-DDI es sich um logische Accounts handelt, ist die Anzahl der vermietbaren Sprachkanäle im Prinzip in Einzelschritten einstell- und erhöhbar. Das gibt den Unternehmen mehr Flexibilität bei der Planung ihrer Telefonanlage. Die nutzbare Anzahl an Sprachkanäle hängt jetzt nur noch von der verfügbaren Bandbreite des Anschlusses und der Einstellung auf TK-Anlagen- und Carrier-Seite ab.

Erfahren Sie hier mehr zu unserem SIP-Trunk Produkt.

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